Mittwoch, 31. Mai 2006

BIONADE


Angefixt von 4 Tagen Rhönland machte ich mich Heute auf Spurensuche. Ich will auch so eine Bionade Zuhause haben. Garnicht so leicht wie gedacht.....


Denn hier scheint dieses phantastische Kaltgetränk (noch) nicht so verbreitet zu sein. Mein erster Versuch startete heute Mittag in diversen Großhandelsmärkten. Ohne Erfolg musste ich diese aber wieder verlassen, und der Kofferraum meines Autos blieb leer. Aber so schnell gebe ich nicht auf. Wieder im Büro kam mir die zündende Idee. Ich warf meinen kleinen Apfel an und gab einfach unter Google den Begriff - BIONADE - ein. Was dann kam war schonmal ein erster Erfolg. Das Brausegetränk hat sogar eine eigene Webseite. Sofort fing ich zu stöbern an. Nach ein paar klicks bin ich dann fündig geworden. Wie praktisch, da kann man ja sogar über seine Postleitzahl suchen, schwupp die wupp spuckte mir die Seite einige Links aus mit Adressen. Ja und nu ratet mal was ich gleich mal machen werde ;-)

Ich werde mir mein ESK Trikot überstreifen, mir mein Singlespeeder schnappen, die große BagJack Tasche schultern, den Geldbeutel griffbereit in die Tasche legen und den schnellsten Weg Richtung BIONADE nehmen. Kann es was besseres geben? Nein heute nicht *lach*


Hörprobe - Sportfreunde Stiller


you have to win - zweikampf


Hier in Nürnberg, auch Austragungsort einiger WM Spiele tobt bereits der Bär. Überall Plakate, Absperrungen, Kunstwerke und lauter Irre auf der Straße. Da lehn ich mich doch lieber in meinem Sessel zurück und mosh ein bisschen mit den Sportfreunden - Stiller geht nicht!!

Dienstag, 30. Mai 2006

RhönLAND - Nachlese - Teil IV

Noch immer sind meine Gedanken bei den letzten sehr erlebnisreichen Tagen. Noch immer finde ich keine Ruhe klare Gedanken zu fassen. Die Anstrengung unseres Kampfes und die kleinen Wunden werden mich noch lange daran erinnern was für ein endgeiles Wochenende hinter uns liegt. Aber ich möchte noch ein bisschen von unserer letzten Mission berichten....

So kam es, das wir auch an diesem Morgen bereits früh auf den Beinen waren. Der Regen hatte immer noch das Terrain fest im Griff, doch es half alles nichts, wir mussten die letzte Mission erfüllen um erfolgreich die ganze Sache abschließen zu können. Nach dem Morgendlichen Mahl teilten wir uns erneut in verschiedene Gruppen auf. Da gab es die Heimreiser, die mit ihren Bepackten Kutschen den Weg über die Straße nahmen, dann diejenigen die nochmals zu einer letzten Stellung mit ihren Pferden aufbrachen, und diejenigen die darauf achteten das wir den Ort standesgemäß verlassen.

An Bord meiner Kutsche befanden sich Neu-Schweinin Blacksurf und das Geburtstagskind Robert, als mein altes Bleifußleiden wieder einsetzte und wir vor uns hinbrausten. Immer die passende Musik im Ohr (Red Hot Chili Peppers) ließen wir mal laut mal leise unsere Gedanken freien Lauf. Bereits 97 Minuten später (ja bin ich denn wahnsinnig) konnte ich Robert am Sammelort für Schienenfahrzeuge ablassen. Blacksurf begleitete meine Fahrt noch bis zu meinem Heim. Dort sorgten wir erst einmal standesgemäß für das richtige Heissgetränk und wurden so von unseren Männern empfangen. Meine Augen waren schwer und mein Atem leise, doch ich fand noch keinen Schlaf. Nach einem ausgiebigen Mahl mit ausreichend As konnte ich erstmals meine müden Beine lang Strecken.



Heute, 2 Tage später komme ich langsam wieder zu Kräften. Auch meine Beine freuen sich bereits auf die nächste Tour, die sie kreiseln dürfen.

Rückblickend und vorausschauend muss ich sagen ich bin stolz ein Eisenschwein zu sein. Es war mir erneut eine Freude mit Euch Rhönland zu besiegen, dem Wetter zu trotzen und euch erneut in die braterei der urfränkischen Würste einzuführen. Und schon jetzt habe ich Vorfreude auf unseren Feldzug 2007 wohin auch immer meine Freunde, ich werde Euch folgen.


Pixelerlebnisse

RhönLAND - Sprengung des Tunnels - Teil III

Es muss gegen 07.00 gewesen sein als mich erneut die Vögel schon früh am Tage weckten. Heute stand erneut eine wichtige Mission auf unserem Programm. Die Sprengung des Tunnels, und somit das abschneiden der feindlichen Transportwege in die Heimat. Um uns ausreichend zu stärken beschlossen wir erneut uns gemeinsam auf den Einsatz vorzubereiten und erst einmal kräftig zu stärken. Nachdem wir bis auf die letzten Krümel unsere Teller geleert hatten warfen wir uns erneut in unsere Rüstungen und starteten.......





Vorbei an der Enzian Hütte führte uns der Weg über Kleinsassen Richtung Trasse. Dort erwartete uns noch ein kurzer, feindlicher Versuch uns aufzuhalten. Man schüttete einen Wall auf, der für uns aber keinerlei Hindernis war, und so führten wir unsere Pferde zu Fuß hinauf bis zu den Gleisen. In Doppelreihe, fertig zum Angriff bewegten wir uns auf den Tunnel zu. Bis wir dann hinein tauchten in das Dunkle Loch. Jedoch hatten einige von uns daran gedacht etwas Licht mitzunehmen, und so konnten wir der Durchfahrt ruhig und gelassen entgegen sehen. Wir kurbelten weiter in Doppelstellung hindurch, es dürften wohl an die 3 km gewesen sein.

Drüben auf der anderen Seite angekommen, sicherten wir die Lage und Sprengten das Tunnel, wie es unser Einsatzplan diesmal vorgesehen hatte. Wir nutzen weiter den schnellen Weg um ein paar Kilometer zu machen und zogen das Tempo etwas an. Über Rupsroth, Eckweisbach brachte uns die Trasse bis nach Hilders. Hier erwartete uns die nächste Aufgabe.



Als wir den Ortskern erkundeten, kam ein weiterer Teil der Truppe gerade an. Es war Jockel mit seiner Mannschaft die Hilders von der anderen Seite Einnahmen. Nach kurzem Austausch über die erfolgreiche Sprengung machten sie sich auf den weiteren Weg Richtung Osten.



Hilders war in der Hand Italienischer Mafia, und so war es unsere Aufgabe diese Macht zu durchtrennen und ebenfalls einzunehmen. Ich zückte all meine Italienischen Kenntnisse und so fielen wir in das Hauptquartier der Mafiosus ein. Es gab kein zurück, nach einem kurzen Kampf konnten wir den gesamten Raum besetzen. Es kam genau richtig, und so verpflegten wir uns gleich noch vor Ort um für die Rückreise gewappnet zu sein. Frisch gestärkt ging es dann weiter Richtung Heimat.



Unterwegs trafen wir noch weitere Abspaltungen der Truppe des ESK. Nachdem wir auch Rikman und Rob von der Sprengung berichtet hatten und über die Einnahme der Mafia plauschten, setzten wir unsere Wege fort. Die beiden wollten noch eine kleine Kontrollfahrt machen, und so fuhren wir anderen weiter Richtung Dietges.

Kaum in den Hof unserer Unterkunft eingebogen wurden wir von den wartenden Frauen und Männern begrüßt. Wir entschlossen uns den Nachmittag bei einer Flasche Bionade ausklingen zu lassen, und so machten wir uns nach einer Dusche sofort auf den Weg nach Gersfeld um ein weiteres Rennen unter Kontrolle zu halten.



Die Männer waren sichtlich müde, und so brachen wir erneut gegen 17.00 auf Richtung Unterkunft. Hier erwarteten uns bereits wieder As und Kaltgetränke und so konnten wir den Abend erneut ausklingen lassen, dachten wir uns. Doch das war erst die Ruhe vor dem Sturm. Man konnte gegen 22.00 das Beben spüren im Umkreis von wahrscheinlich mehreren 100 km. Auch die Laute waren sicher bis ins nächste Dorf hörbar. Wir wollten erneut unsere Macht uns Stärke unter Beweis stellen und so vollführten wir alle unseren Siegestanz.



Pünktlich 24.00 gab es erneut etwas zu feiern. Und so holten wir die Rotkäppchen Flaschen heraus aus dem gekühlten Schrank und köpften diese. Erfolgreich wurde unser jüngster Robert gefeiert und gemeinschaftlich in sein nächstes Lebensjahr begleitet.

03.00 fanden wir alle langsam in den Schlaf.


Fortsetzung folgt.......



Montag, 29. Mai 2006

RhönLAND - Rotes Moor - Teil II

Die Nacht war kurz, zu kurz, aber wir wollten früh los. Diesmal teilten wir uns in 3 Gruppen auf, wir wollten einmal mehr unsere Überlegenheit ausspielen. Und so geschah es, das ich mich mit weiteren Recken auf den Weg machte. Darkdesigner studierte bereits einige Wochen vor unserem Aufbruch fleißig die Karte, und so ergab es sich, daß er uns führte.

Kaum raus aus unserer Unterkunft ging es hinauf auf die Höhe der Wasserkuppe ( c.a 900 münN) Oben sicherten wir zuerst einmal den Flugplatz, so das unsere Truppe ohne Befürchtung eines Luftangriffes den Weg fortsetzen konnte. Wir schlängelten uns durch den Zauberwald Richtung Kaskadenschlucht. Dann plötzlich standen wir vor dem reißenden Fluss. Keine Brücke weit und breit. Uns blieben nur zwei Möglichkeiten, entweder umkehren oder uns selbst einen Weg durch das fliesende Nass zu suchen. Wir entschieden uns gemeinschaftlich für die zweite Variante, denn wir wollten den Einsatz keinesfalls verzögern oder gar aufgeben. Und so bauten wir uns selbst eine Brücke aus Holz das dort lag. Die Männer zuerst um auch die Stabilität zu testen, danach Frauen und Kinder. Als wir nun diese Hürde genommen hatten, näherten wir uns der Staatsgrenze und somit auch Wendepunkt unserer Einheit.

So lag es vor uns das Rote Moor, über dünne Holzflanken mussten wir uns zu Fuß den Weg bis zum Turm der Aussicht, suchen. Dort angekommen sichteten wir fremde Truppen die wir sofort bekehrten und ihnen deutlich machten das wir hier bereits besetz haben. Die Aussicht ins weite Land reichte bis in meine fränkische Heimat, wäre der Nebel und der regen nicht gewesen. Der Tag war bereits fortgeschritten und wir hatten noch viel vor, und so machten wir uns wieder auf den Rückweg.





Über Gersfeld zurück Richtung Wasserkuppe, wo ihr dann der Regen, den Namen alle Ehre machte. Steiler und Steiler wurde der weg bis oben, den wir nun quer durchs Gelände auf uns nahmen. Es ward kein fortkommen mehr, das Wasser schoss uns bereits in Massen entgegen. Aber wir erkämpften uns Meter um Meter nach oben. Auf der Wasserkuppe dann trennten wir uns auf. Die Mehrzahl der Truppe wollte noch einen Blick auf die Sicherung des Flugplatzes werfen und über die Straße zurück, auch ich entschloss mich für diesen Weg. Der andere Teil wollte die Skipiste sichern.

Das Wasser peitschte uns ins Gesicht, zitternd vor Kälte saßen wir auf unseren Pferden. Wir stürzten uns hinab auf dem schnellsten Weg zurück in die Unterkunft. Kaum sichtbar die Strasse, durchweicht unsere Körper, der Blick starr voraus auf den Asphalt. Schneller ging nicht, die Bremsen hatten bereits Höchsttemperatur erreicht und die Reifen drohten auf der fast Flussartigen Strasse weg zu rutschen.

Unten angekommen, schauten wir uns an und jeder hatte noch die angst ins Gesicht geschrieben, jedoch glücklich über eine weitere erfolgreiche Mission, machten wir uns auf den Weg nach Fulda um dort ein paar stunden der Entspannung für unsere gezehrten Körper zu bekommen. Danach gib es erneut zum gepflegten Essen fassen. Diesmal musste gefeiert werden, auch wenn Abdul sein Bein heute auf dem Schlachtfeld verlor. Die Truppe kümmerte sich bereits um den Verletzten Soldaten und brachte diesen dann auch mit zur ausführlichen Feier von Ruhm und Ehre.



Doch der Tag sollte dennoch nicht zu ende sein. Angekommen im Lager bereiteten wir noch ein gemütliches beisammen sein vor. Und so ergab es sich, das auch noch der Oberst zu uns Sprach. Seine Rede war wieder einmal unübertroffen. Es wurde über alte Zeiten berichtet, über Kampf und Mut der Truppe und über einige Anträge entschieden. Und so kam es auch an diesem Abend dazu das ich nun eine starke Heldin an meiner Seite wissen darf, Blacksurf wurde Eisenschwein.

Die Stunden schritten fort und es war bereits wieder früher Morgen als ich mich zurück in meine Koje zog. Denn auch der nächste Tag sollte einiges an Überraschungen für uns bereit halten.


Fortsetzung folgt........

RhönLAND - Eroberung der 7 Weltmeere - Teil I

Eine Reise in Fremdes Gebiet bedeuten immer Risiko und Ungewissheit, auch diesmal sollte es so sein. Aber beginnen wir von vorne.......

Bepackt und beladen machen wir uns des Mittags los, schnell war klar das die fahrt die voraus berechnete Dauer vermutlich nicht überschreiten wird. Der Navigartor zeigte uns genau das Ziel, welches wir dann gegen frühen Nachmittag erreichten.
Und so erwartete uns bereits bei der einreise in das bergige Terrain, die böse Macht des Himmels. Mit geöffneten Toren, das Meer näher als gedacht, unsicher ob wir uns in der Navigation getäuscht hatten fuhren wir direkt in den Sturm der Naturgewalten.

Eine kleine Vorhut befand sich bereits in unserer Unterkunft. Und so konnten wir sofort die Pferde in den Stall führen und Füttern. Auch sie waren Müde von der Langen Reise. Wir besetzten unser Lager und bereiteten für die anderen ein kleines Kaminfeuer vor. Nach und nach kamen in größeren und kleineren Gruppen weitere Männer und Frauen aus dem Kader an. Schon leicht in der Dämmerung, als der Himmel seine Tore gerade geschlossen hielt, machte ich mich mit meiner treuen Begleiterin Blacksurf auf einen kleinen Erkundungsritt.

Kaum zurück erwartete uns ein brillantes Mahl an der großen Tafel. Schon am nächsten Tag sollte der erste Kampf beginnen, und deshalb war eine ausreichende Stärkung sehr wichtig. Noch etwas müde von der reise, begab ich mich bereits gegen 22.30 auf meine Pritsche um für den nächsten Tag fit und ausgeruht zu sein.

TAG 2

Nur die Vögel hörte man schon zwitschern als ich meine Sachen bereits mit all den anderen Eroberern packte. Das Meer schien näher gekommen zu sein, das konnte man bereits deutlich am rauschen der tobenden Wellen hören. Es summte in all unseren Ohren, aber wir mussten los. Noch kurz studierten wir die Karten als uns PDA dann mit dem Schlachtruf auf die Pferde rief. Wie eine Wand aus Lehm und Ton stand der Aufgang des Berges nun vor uns. Die Hufen der Pferde konnten dem nicht mehr trotzen und so führten wir sie alle am Halfter über diese Strecke. Steil, tief und kaum noch bewegbar kämpften wir uns nach oben. Der Regen peitschte uns weiter ins Gesicht, und der Nebel wurde dichter. Eng beieinander überquerten wir so noch einige Wiesen und Felder bis wir uns auf den Weg zur Festung machten.







Da lag sie nun vor uns, die Milseburg, nur noch wenige Kilometer trennten uns. Kaum sichtbar die Hand vor Augen kämpften wir Meter um Meter. Und plötzlich stand dann die Burg vor uns. Wir stemmten uns dem Wind entgegen, es bogen sich bereits die Bäume im Sturm, als wir das Gipfelkreuz auf der Ruine einnehmen konnten. Gebückt, um nicht Opfer des Windes zu werden, verließen wir die Festung und machten uns auf den Rückweg. Einige nahmen den gleichen Weg, wir anderen fuhren direkt über die letzten Steine der Ruine hinab an den nächsten Wegpunkt.





Der Ritt war Kräfte zehrend und so beschloss ich mit Darkdesigner den direkten Weg nach Hause in unsere Unterkunft zu nehmen. Kaum angekommen, trafen auch schon der Rest der Meute ein, auch Sie waren müde von der langen Reise. Grillmeister EL schürte sogleich die Kohlen an um dort das von mir mitgebrachte fränkische As essbar zu befeuern. Dazu gab es einige Becher Hopfen und Malz. Der Abend wurde dann bei weiteren Planungen bis in die frühen Morgenstunden des nächsten Tages fortgeführt.






Fortsetzung folgt....

Sonntag, 28. Mai 2006

SEEmannsgarn

Müde von der Mission um die Eroberung von Rhönland, muss ich nun erstmal für ein paar Stunden meine Beine, die im Kampfe nicht geschont wurden, pflegen. Habt geduld mit mir, schon bald wird es viele Geschichten über unsere Feldzüge geben.

Dienstag, 23. Mai 2006

RHÖNLAND - der Aufbruch


Meine Freunde,

es ist Zeit geworden, der Abschied naht. Noch weis ich nicht wie lange ich fort sein werde. Weit ist das Land und der ganze Kader mit mir. Wenn ich wieder komme werde ich müde von der Reise, aber stolz über den Sieg sein. Drückt die Daumen das wir keine Männer und Frauen verlieren, im Kampf um Rhöhnland. Seit gegrüßt, bis bald!!

101 & packen delight


Noch 101 Tage zum Alpencross, und morgen auf der Fahrt in die Rhön können wir die 100 Tage feiern. Der Prosecco ist bereits vorgekühlt. Morgen früh packe ich dann das Auto mit den beiden Bikes, lade Blacksurf und noch einen weiteren Mitfahrer ein, und machen uns auf den großen Rhönlandfeldzug. Ick freu mich;-)

Montag, 22. Mai 2006

baby SILBERPFEIL is born

Nun ist ER da. Um 15.48 Ortszeit hat Silberpfeil das Licht der Welt erblickt. Die Geburt war soweit reibungslos. Nachdem die Wehen gegen 13.oo eingesetzt hatten ging alles ganz schnell, dank des schon vorbereiteten OP -Tisch, konnte ich sofort die nötigen Schritte für die Geburt einleiten. Leider konnte die zukünftige Pflegemutti nicht selbst anwesend sein. aber sie darf gerne die nächsten Stunden kommen und den dauerpflegschaftsvertrag unterschreiben ;-)

Velodrom di bicicletta

Unruhig rutsche ich mit meinem Hintern auf dem Sofa herum. Es ist bereits 15.00 und der Start eigentlich schon gelaufen zum ersten Lauf der Steher. Das nicken meines Mannes bestätigt mir das ankommen meiner Worte. Und bereits keine 10 Minuten später rolliere ich Richtung Reichelsdorf. Erst am Kanal entlang und dann ab der Schleuse quer durch den Wald mit dem Singlespeeder.....

Die Trails bin ich selbst so noch nicht gefahren, und so überlasse ich es meinem Spürsinn und der geistigen Orientierung am richtigen Ort heraus zu kommen. Gut, das hat schon mal funktioniert. Inzwischen ist es punkt 16.00 als ich am Eingang der Bahn einlaufe. Noch auf dem Rad sitzend rolle ich direkt zur Kasse, ein blick ins Häuschen wo die Dame die Karten verkauft. Nett frage ich ob es schon Rabatt gibt, da der erste Lauf ja schon vorbei ist. Für 4,- Euro darf ich und mein Bike dann das Gelände betreten. Ich schließe mein Rad ab, entledige mich meines Helmes, setze eine Mütze auf (denn es ist windig) und geselle mich auf die Tribüne zu den anderen Zuschauern. Der Bahnsprecher macht noch ein paar Ansagen und schon hört man wie die ersten Schrittmacher ihre Maschinen anwerfen.



Knatternd fahren sie die ersten Runden damit die Maschinen auf Betriebstemperatur kommen. Zeitgleich bereiten sich die Fahrer auf den start vor. Sie stellen sich in umgekehrter Reihenfolge auf, dh der erste vom ersten Lauf steht nun ganz hinten. Noch eine Runde für die Schrittmacher und es wird der Startschuss hörbar laut knallen. Ich sitze ganz vorne und habe einen gigantischen Blick übers Oval. *kawummmm* der Schuss ist gefallen und die Rennfahrer werden von ihren Betreuern erstmal in Schwung gebracht, was bei der Übersetzung auch dringen notwendig ist. Die Schrittmacher kommen auf die Höhe ihrer Rennfahrer und machen etwas gas raus, damit sich der Rennfahrer hinten an die Rolle "hängen" kann. wobei das hängen kein einhängen ist, nur muss man als Rennfahrer so nah wie möglich an dieser rolle fahren um den idealen Windschatten zu haben. Denn ist man zu weit entfernt, wird man regelrecht abgerissen aus dem Sog, und ein wieder rankommen wird meist sehr schwer und Kräftezehrend.

100 Runden stehen auf dem Schild wo die Glocke unten dran hängt. Als die Steher nun mit ihren Schrittmachern voraus die Ziellinie überqueren folgt der absolute Startschuss. Der Gashahn wird aufgedreht und die Rennfahrer Strampeln sich die Beine aus dem Leib. Mit einem Höllen Tempo rauschen sie Runde für Runde an mir vorbei. Es gribbelt überall vor lauter Begeisterung. Bin ich doch selbst einmal auf dieser Bahn zuhause gewesen. Runde um Runde wird es spannender. Als der Deutsche Meister Carsten Podlesch das Feld von hinten aufrollt. Bereits nach wenigen Runden stehen die ersten Überrundungen an der schwächeren Fahrer. Es entwickelt sich ein Zweikampf an der Spitze, und auch der Lokalmatador Auriel Siegel versucht noch einzugreifen. Aber auch er verliert auf den späteren Sieger noch ein paar Runden.




Das Rennen wird eine Demonstration der Stärke und des Respekts. Der Deutsche Meister gewinnt den Steher Maipreis auf der Radrennbahn in Reichelsdorf. Er gibt ein Schauspiel wie ich es selten gesehen habe. Er nimmt allen Fahrern eine oder mehrere Runden ab. Selbst der zweitplazierte muss in den letzten Runden Tribut zollen. Ich sitze immer noch wie gebannt auf der Tribüne obwohl bereits die Siegerehrung vorbei ist und die Schrittmacher + Rennfahrer bereits am zusammenpacken sind. Auch die Zuschauer verlassen bereits das Gelände. So kann ich noch für einen kurzen Augenblick alleine meine Zeit hier Revue passieren lassen. Ein kurzer Schauer läuft mir über den Rücken, und mit einem hauch Gänsehaut und einem zufriedenen lächeln in meinem Gesicht mache ich mich auf den Heimweg.



P.S. Der Heimweg hatte dann noch eine lustige Anekdote. Als ich den Rückweg wieder durch den Wald angetreten bin und gerade im Rausch der Geschwindigkeit fuhr ich an einem älteren Paar vorbei. Im Augenwinkel noch realisierend das sie wohl ein technisches Problem an einem Ihrer Räder hatten machte ich eine Bremsung und kehrte um. Eine kurze Frage ob ich helfen kann wurde mit einem Nicken erwidert. Kurzum die neu gekaufte Scheibenbremse (mechanische disc) am neu gekauften Rad sorgte für ein blockieren des Vorderrades. Kurzerhand bat ich um einen Inbusschlüssel, drehte ein bisschen hier, ein bisschen da und schon war das Vorderrad wieder leichtläufig und freigängig. Immer noch perplex und etwas erstaunt bedankte sich der Mann und seine Frau. Ohne mich hätten sie den Heimweg wohl schiebender weise antreten müssen ;-)

Sonntag, 21. Mai 2006

HAUSARREST!!

Zum Glück war ich gestern ausreichend an der frischen Luft. Denn Mrs.blacksurf hat mir für heute ausdrücklichen Hausarrest erteilt. Ich darf nicht einmal zum Bäcker oder in die Apotheke, genaue Toilettenzeiten wollte sie mir auch vorschreiben, zumindest soll ich wenn ich mal aufs stille Örtchen muss, ein Schild an der Haustüre anbringen mit "bitte warten UPS-Mann, bin gleich wieder da". Tja das wird ein Tag werden. Denn wenn der Mann mit der braunen Berufskleidung geklingelt hat, den großen Karton unterm Arm, werde ich auch noch gleich in den Keller geschickt. Solltet ihr also heute keinen weiteren "pieps" von mir hören, dann wendet euch bitte an Mrs. Blacksurf, sie wird über jeden meiner Schritte informiert sein, ich versprech es euch *gg

Update:
10.00 Grundsicherung
9.00 - 10.00 um den Boten nicht zu übersehen habe ich für klare sicht nach draussen gesorgt.
12.50 noch kein UPs Mann in sicht. Liege nun im Vorgarten auf der lauer
12.59 braunes Auto fährt vor
13.00 Mann mit Arbeitskleidung (braun) trägt weissen Karton, Aufschrift: LITEVILLE
13.15 "zukunftsmodus" Coffee ist im Keller und schraubt ;-)

Den BULLEN an den hörnern packen


Mein Blick fällt unauffällig, fast nebenbei auf diese Kiste. Schon lange steht sie an der immer gleichen stelle, unauffällig, fast anonym. Doch plötzlich trifft es mich wie einen Blitz. Meine Gedanken kreisen nur noch um das eine.....

.......wie kann ich aus diesen ausrangierten Teilen etwas nutzbares machen, ja vielleicht noch künstlerisches. Die idee und Umsetzung dessen war schnell klar. Und so zog ich den alten Rennradlenker (danke Matze fürs dalassen) und meinen ureigenen Kuh-Sattel aus der Kiste. Schnell noch ein paar Nägel, den Hammer und die passende freie Wand in meinem Keller ist auch schnell gefunden. Und schon kann es losgehen. Mit ein paar schlägen sind die Nägel in der richtigen Position um den Lenker daruf zu fixieren. Kurz darauf hängt auch der Kuhfellsattel an der richtigen Stelle. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Und nun habe ich die ultimative Kellergarderobenhalterung ;-)



Ausserdem habe ich so gleich ein bisschen was fürs recycling getan. Die Sachen landen so nciht achtlos auf den Müll. Ich hatte ja bereits schonmal einen WORKshop Wo ich ausführlich über das nützliche wiederverwenden eines Fahrradschlauches berichtet habe, inkl. Bauanleitung.

Viel Spaß mit dem neuen Basteltipp ;-)

Samstag, 20. Mai 2006

Abgemahnt!!

Sowohl bei mtb-news als auch bei rikman wird bereits drüber berichtet. Auch ich möchte meinen Teil beitragen und auf die Sache aufmerksam machen. Geht es doch um das größte MTB Forum im Internet. Ich halte euch auf dem laufenden;-)

Weitere Berichte hierzu:
Artikel bei Dr. Bahr
Lightbikes
forenabmahnungen.de
adben.de


Rhönsturm

Am Mittwoch ist es soweit, die Truppe macht sich auf die lange Reise nach Rhönland. Bewaffnet mit ihren Pferden, Waffen und Proviant werden wir unser Land erweitern und sichern. War doch die letzten Jahre der Harz unser Ziel, so ist es diesmal Rhönland. Ich habe mir bereits über ausführliche Kartenkunde einiges Wissenswerte angelesen, um so für alles gewappnet zu sein. Auch der Proviant liegt schon bereit, und der Esel wurde die letzten Tage geschont, damit er stark und kräftig ist. Auf in den Kampf meine Freunde, weit ist das Land.

Freitag, 19. Mai 2006

Tretminen TEIL III - Kacke ist am dampfen

Meine letztwöchige Aktion zeigt bereits erste Auswirkungen. Leider nicht unbedingt in der gewünschten Form. Aber scheinbar hat sich einer dieser "Hundebesitzer" mehr als angesprochen gefühlt. Ich möchte die Reaktion ausführlich beschreiben.......

Gestern mittag war das Hundekacker Verbotsschild weg. Ok, dachte ich mir, hat wohl irgendjemand weggerissen. Sofort am Farbkopierer ein neues erstellt, eingeschweisst und wieder hingepinnt an den Baum. Das war gegen Nachmittag. Heute morgen dann der Weg zum Zeitunskasten und ein kurzer Prüfblick an den Tatort. Und sofort war klar, da stört doch wen das nette Schild ;-) Denn irgendeine Person hat die Reiszwecken ordentlich an die Seite des Baumes gepinnt und das Schild entfernt. Also nciht einfach weggerissen sondern darauf geachtet das die reiszwecken scheinbar nicht irgendwo im Grün landen um dort Hundepfotenaua zu verursachen. Nun liegt meine Vermutung also nahe das es wohl einer der Übeltäter ist. Denn ansonsten hat wohl kein Mensch daran Interesse einfach so ein Schild zu entwenden und das Pinmaterial ordentlich an den Baum zu heften.

Nur hat der Hundekackerbesitzer die Rechnung ohne mich gemacht. Denn schon wieder hat mir mein Farbkopierer eine schöne große Kopie erstellt und diese hängt jetzt mit ein paar reiszwecken mehr wieder am Baum ;-) und sollte es binnen 24 stunden erneut passieren das das Schild auf wundersame weise Füsse bekommt, werde ich beim nächsten hinpinnen die Reiszwecken mit Hundekacke einschmieren *gG* Der Hundebesitzer soll ja auch etwas davon haben.

Langsam fängt die Sache an spaß zu machen ;-)

Anbei noch ein Foto von frischer Ware!!

100% Arabica

Das schwarze Gold, 100 % Arabica Espressobohnen warten nun in ihren Tüten um im Feldzug nach Rhönland eines der wichtigsten Proviante zu werden. Die Mannschaft hat bereits angefragt. Ich würde nicht "coffee" heissen wenn ich nicht für anständige, schwarze brühe mit crema sorgen könnte. Die Uhr tickt bereits lauter, und Rhönland ist unser :-)

Donnerstag, 18. Mai 2006

remember

Manchmal erinnert man sich an alte Dinge als wären sie vor ein paar Tagen erst gewesen. Gestern fing es beim durchblättern des Radsports (Zeitschrift rund um den Radrennsport) an, als meine Augen bei einer Ausschreibung zum Bahnrennen - Deutsche Meisterschaft hängengeblieben sind. Beim surfen heute morgen auf "Track frame" Seiten (Seiten für Bahnräder & co) ist es mir dann eingefallen, damals als ich selbst noch auf den Schmalspurreifen mit Fixie und ohne Bremsen ums Oval getrampelt bin. Doch irgendwo müssen doch noch Bilder sein, fragte ich mich selbst........



Aber was soll da noch knapp 15 - 20 jahre später und einige Umzüge von hier nach dort, wo ich noch nie ein großer Sammler von irgendwelchen Erinnerungsutensilien gewesen bin, übrig sein?!? Aber ich wollte mich selbst überzeugen, denn in meinen hintersten Gehirnzellen sagte mir eine kleine Stimme da gibts Fotos und mehr. Und so machte ich mich vor einigen Minuten auf in die verschiedensten ecken des Hauses, im Keller begann ich mit der Spurensuche.



Und dort habe ich dann bereits die ersten Urkunden gefunden, ich sammelte sie kurzerhand zusammen auf einen Stoss und suchte einen Stock weiter oben gleich weiter. "Wo hab ich nur die Fotos, wo hab ich sie nur hin" ging es in meinem kleinen Köpfchen rundherum. Bis es mir dann eingefallen ist. Schnurstracks, das Ziel im Auge öffnete ich die Truhe, kramte etwas herum und fischte ein paar Fotos heraus. Genau das sind sie, Gedankversunken blättere ich die einzelnen Abzüge durch, ab und zu zaubert es mir ein "ah" und "oh" in meinen Kopf und auch mal ein grinsen auf meine Lippen.

So hab ich also ausgesehen, damals als ich noch "jung" war. Schon unglaublich wie die Jahre ins Land ziehen. An das ein oder andere Rennen kann ich mich noch genau erinnern. Meine parade Disziplin war auf der Bahn die 1000 bis 3000 Meter Einerverfolgung. Kopf an Kopf gegen seine Gegenerin die man auf der gegenüberliegenden Runde immer in beobachtung halten konnte, vorrausgesetzt man war die schnellere in der Partie. Auch im Sprint habe ich mich versucht, doch an die starke Gegenerin aus der ehemaligen DDR bin ich nicht vorbei gekommen. War sie doch auch 2 Jahre älter und somit die erfahrerene und stärkere. Mein jedoch größter Erfolg auf der Bahn war in Stuttgart bei der Deutschen Meisterschaft. Ein unglaubliches Gefühl was ich noch heute kaum beschreiben kann. Tausende von Zuschauern auf den Rängen. Die Vorläufe für die Rennen waren hart, und bei 2 Disziplinen auch sehr kräftezehrend. Als ich am Schluss den 10 Platz erreichte war ich glücklich und stolz.





Auf der Strasse bin ich auch gefahren, ein paar Kriterien oder Rundenrennen, Hauseckenrennen und auch Stadtmeisterschaften. Ich war damals die einzige aktive Rennfahrerin im Verein, dem ich bis heute treu geblieben bin. War schon toll damals die Fahnen hoch zu halten. Das Training war hart und die Niederlagen schmerzten oft. Nachdem ich dann von der Mädchenklasse in die Damenklasse aufsteigen musste (damals gab es noch keine juniorinnen) wurde es noch härter. Mit knapp 19 habe ich dann den Leistungssport aufgegeben. Die Ausbildung im Job machten mir ein fortkommen unmöglich. Und dann hing mein Rennrad für fast 8 Jahre an der Wand. Ich hörte auf, komplett und ganz, es war einfach so, ich konnte den Mittelweg nicht finden statt aktiv das ganze als hobby zu betrachten. Aber die lange bikelose durststrecke nahm dann irgendwann sein ende und ich fing wieder an in die Pedale zu treten. Ich blieb dann aber nicht nur beim Rennrad, sondern ich wurde auch aufs MTB aufmerksam.




Natürlich dauerte es nicht lange bis ich auch hier die ersten Rennen in der Hobbyklasse bestreiten wollte. Und so ergab sich die ein oder andere Teilnahme eines CC Rennens oder Marathons. Heute bestreite ich ein ganz anderes Rennen. Das Rennen gegen meine Krankheit Multiple Sklerose. Immer auf der lauer mir Steine in den Weg zu legen kämpfe ich mit all meiner Kraft dagegen an. Aufhalten kann ich sie nicht, aber ich kann dafür kämpfen noch lange Radfahren zu können. Es sind die Ziele die man sich setzt, es fängt bereits im Kopf an. Jeder Wettkampf wird im Kopf bereits gewonnen oder verlohren, der Körper ist nur ein Teil des Austragungsortes. Und so freue ich mich auf mein diesjähriges Bergfest ALPENXMANIA 2006.