Freitag, 31. Juli 2009

Rost im Auge


"Dashätte ins Auge gehen können" - Seit vorgestern das Gefühl eines Fremdkörpers im Auge, es piekt und krazte. Gestern Mittag dann schnell zum Augenarzt. Diagnose da war Metall im Auge, das Metall an sich war wohl schon draussen aber der Rost der sich dadurch auf der Linse Bildet nicht (durch eine chemische Reaktion, Auge ist ja feucht). Kurzerhand wird mein rechtes Auge mit Tropfen betäubt. Dann kam der Doc mit einer Langen Kanülnadel (bin ganz schön erschrocken) und versuchte damit den Rost abzutragen. Der war aber so hartnäckig das er noch den kleinen Mini Bohrfräser (elektrisch) holen musste. Danach mit Augensalbe versorgt (muss ich jetzt selbst mehrmals täglich ins Auge bringen). In 2 - 3 Tagen soll es dann wieder ok sein. Dann schaun wa mal :-)


Tatort: vermutlich biken in der City am Vortag

Donnerstag, 30. Juli 2009

Rolff III


Orangerolff liegt montagebereit.

Mittwoch, 29. Juli 2009

Ausfaller


Currywurst & Pommes


Auch bei mir gibt es mal die schnelle Küche. Pommes aus der Tiefkühltruhe und die Wurst selbst als Currywurst umfunktioniert :-)

Dienstag, 28. Juli 2009

Speedhub


neues Spielezeug.....

Montag, 27. Juli 2009

Moronidae


der Wolfsbarsch. Cooking Weekend :-) dazu Pizzabrot, Rosmarinkartoffeln, Datteln im Speckmantel und Spiadini.

Donnerstag, 23. Juli 2009

ROLFF II


Kaum da schraube ich schon wieder im Keller an diversen Zweirädern :-) Macht doch immer wieder Freude.

Alimonta > über Bocchette Alta > Tuckett



Wie sagt man so schön - das Beste zum Schluss -. Bochette Alta steht am vorletzten Tag auf unserem Programm. aber ihr habt ja schon mitbekommen das die Wetterprognosen nicht so toll sind. Und deshalb haben wir uns entschieden diesen Tag extrem Früh zu beginnen. Schon am Vorabend haben wir alle unsere Rucksäcke abmarschbereit gepackt. Geschlafen wurde teilweise in den Klamotten um die Aufstehzeit noch etwas heraus zuschieben. 10 vor 4 Klingelt der Wecker in unserem Zimmer. aufstehen, Anziehen, ein Brötchen vom Vortag Essen, Saft trinken und dann mit Rucksack & co erscheinen. Die Stirnlampe ist am Helm befestigt, es ist noch dunkel draussen. Der Schnee knirscht aber wir können den Aufstieg über das lange Schneefeld wohl gut ohne Steigeisen machen, diese bleiben also am Rucksack.

Im Gänsemarsch stampfen wir etwas schweigsam nach oben, wir sind wohl alle noch etwas müde. Unsere Mission lautet so schnell wie möglich bis zu dem Grad zu kommen bzw nach der Dämmerung zu sehen wie es auf der anderen Seite des Bergkamms aussieht und was das Wetter macht. Nach 30 Minuten sind wir am Klettersteig einstieg. Zügig und ohne Pausen gehen wir den Steig weiter. Einige Leitern sind zu bewältigen, Freiklettereien und Bänder wechseln sich ab.



Jetzt sind wir 2 Stunden unterwegs und haben ca 1/3 des Steigs geschafft. Die Sonne ist inzwischen aufgegangen, aber was wir vom Tal heraufkommen sehen ermuntert uns nicht. Wir befinden uns auf knapp 3000 m und sehen wie sich die Wolken auftürmen, das schlechte Wetter, der Wettersturz kommt wohl schneller als gedacht. Wir bleiben kurz stehen udn dann sagt uns der Bergführer das wir umkehren werden.

Umkehren? Jetzt? alles wieder runter? Ja. Und zwar so zügig wie möglich. Na gut und los geht es wieder Richtung Aufbruchshütte - Alimonta-. Im etwas schnelleren Schritt arbeiten wir uns wieder nach unten. Leiter für Leiter, Kletterstelle für Kletterstelle, Band für Band. Am Ende dann wieder das lange Schneefeld hinunter surfen bis zur Hütte. Pause, zumindest für die Toilette und einen schnellen Kaffee reicht es. Wir sind inzwischen knappe 4 stunden auf den Beinen. Und werden jetzt noch einen weiten Weg vor uns haben. Denn wir müssen nun den Wanderweg über die Brentai Hütte unten entlang bis zur Tuckett nehmen. Im Kopf spiele ich den Weg kurz durch und mir wird bewusst das wir wohl noch weitere ca 4 stunden auf den Beinen sein werden, immer mit dem Wetter im Rücken.



Langsam werden meine Beine müde, jeder Schritt wird zur Qual, ich bin letzte und die anderen deutlich schneller. Wir sind schon unterhalb von der Brentai Hütte und ich weiss vom Gefühl her das wir noch einmal deutlich nach oben müssen. Denn die Tuckett liegt über der Brentai. An einem Wegzweig kurze Pause, hier geht es nach oben, 50 Minuten zeigt das Wegschild. Zähne zusammenbeissen und los. Meine Moral hat heute schon etwas gelitten und so setze ich jeden Schritt vor den anderen, versuche mein Tempo zu halten. Auf halben Weg hören wir dann schon das Donnergrollen. Und dann Blitzt es auch schon. Das Gewitter zieht sich genau über uns zusammen, die anderen gehen schneller, der Bergführer bleibt bei mir.

Hinter den Großen Felsblöcken ist die Hütte meint er. Und kaum bin ich um die nächste Ecke kann ich sie bei den ersten Regentropfen auch schon sehen. Mein Schritt will schneller werden aber meine Beine wollen nicht. So kämpfe ich mich bis zur hütte bei den ersten Regentropfen. Die anderen haben schon das Lager belegt und so kann ich direkt ins Zimmer durchstarten, Rucksack ablegen, Regenjacke ausziehen und runter mit den Schuhen. Geschafft!!

2 Apfelschorlen verdampfen förmlich in meinem Rachen. Bis zum Abendessen sind es aber jetzt noch 5 Stunden die wir wohl irgendwie überbrücken, mit Kaffee und Kuchen :-) ein bisschen Uno spielen und Geschichten erzählen. Die beiden Portionen (Vor- und Hauptspeise) verschlinge ich kurzerhand und bleibe im Anschluss nicht mehr lange sitzen, mein Bett ruft.

Während ich in den Schlaf finde wütet draussen der Sturm, Hagel, Regen und unglaublich viel Wind. Aber das stört mich wenig, die Gewissheit heute die Richtige Entscheidung getroffen zu haben schlafe ich gut und regeneriere auch gut bis zum nächsten Morgen.

Leiter



Mittwoch, 22. Juli 2009

Tosa > via Bocchette Centrale > Alimonta



Das schöne in den Bergen ist das bereits früh morgens über den Wolken die Sonne scheint. so natürlich auch am heutigen Tag. Aber man sieht bereits wieder die feuchte Luft aus dem Tal aufsteigen. Heute wollen wir über den Bocchette Centrale zur Alimonta Hütte. Hierfür müssen wir wieder kurz über den Sattel (wo wir das letzte mal hinauf das lange Schneefeld mussten). Oben am Sattel zweigt dann allerdings gleich das erste Felsband ab und die erste Leiter bringt uns gleich mitten hinein.



Wir ziehen bereits auf der Hütte Klettergurt, Klettersteigset und Helm auf. Das Felsband mit der Leiter ist schnell erreicht. Im Rucksack auch ein leckeres Panini mit Schinken, als Happen zwischendurch. Natürlich trage ich auch immer mindestens 1,5 Liter Wasser in meinem Rucksack. Und so entschwinden wir schnell zwischen den Felstürmen. Wir beobachten eine Seilschaft die wohl zum Klettern vor Ort sind. Nach kurzem Fotostopp geht es zur nächsten Leiter. Der Eisenweg schlängelt sich weiter in die Felsschlucht hinein, höher und höher schrauben wir uns. Leider hängt der Nebel auch hier wieder in den Felsen so das wir nur wenig Aussicht genießen können.



Dafür genieße ich die freien Klettereien im II bis III Grad. Teilweise liegen auf manchen Passagen die Stahlseile noch unter dem Schnee, so müssen wir uns manchmal durch ein Seil sichern um über steile Schneefelder zu kommen. Abrutschen möchte man hier sicher nur ungerne denn es geht hier einige 100derte Meter hinab. Die Wege werden ausgesetzter, die Felsbänder manchmal nicht mal einen Fuß breit, über Holzplanken die bestimmt schon älter sind als ich selbst. Aber man gewöhnt sich schnell daran und spaziert durch den Fels als würde man shoppen gehen auf einer breiten Einkaufsstrasse. Zwischendurch machen wir wieder eine kleine Trinkpause und ich schaffe es mein Panini halb zu essen. Weiter, wir wollen nicht riskieren doch noch in ein Gewitter zu kommen. Deshalb sind wir auch an diesem Morgen früh los.



Wir kommen am letzten Grad an und unter uns noch ein duzend Leitern die wir wieder nach unten müssen. Unten angekommen stehen wir auf einer ehemaligen Gletscherzunge die aber heute noch eine ist. Kesselartig führt hier nur der Weg über Schnee zur Hütte. Die Hütte muss wohl im Winter komplett verschneit sein, wenn ich mir so ansehe wieviel Schnee hier im Juli noch liegt. Es ist die einzige nicht DAV Hütte in der wir heute übernachten werden. Peta zeigt uns von der Hütte aus noch den Weg den wir morgen gehen müssen um Anschluss zum Bocchette Aelt zu bekommen, dh das Schneefeld wieder hoch, diesmal links und rein in die Steilwand wo man von hier unten nur das kleine Band erkennt die und dann zur ersten Leiter bringen wird.





Auch wenn wir heute sehr zügig unterwegs waren und frühzeitig auf der Hütte sind entschliessen wir uns hier zu bleiben. Zur Diskussion stand allerdings kurz sofort weiter zu gehen auf den Bocchette Alte um den Wettersturz der für den nächsten Tag angekündigt ist zu umgehen. Aber nach 6 Stunden Laufen und Klettersteigen hat keiner genug Energie noch weitere 6 - 7 Stunden zu laufen.

Peta telefoniert erneut mit der Meteorologin und unterbreitet uns einen Vorschlag den wir als Team annehmen. Die Nacht wird kurz, 4.30 ist Abmarsch Richtung Bocchette Alte....

Dienstag, 21. Juli 2009

Flausen im Kopf....

....oder was man mit einem freien Nachmittag auf einer Hütte anstellt.



Und wo offiziell keine Kletterroute ist, wird eben einfach trotzdem geklettert :-) Mit Bergschuhen natürlich. Hat die Hölle Spaß gemacht. Wildes Klettern in der Brenta


Agostini > Sentiero Brentari > Tosa



Vedretta d´Ambiez klingt schon sehr beschwingt. Was uns aber an diesem Tag erwartete war uns vorher wohl so nicht ganz klar. Zumindest kamen heute die Steigeisen zum richtigen Einsatz. Nach dem Frühstück verlassen wir die Hütte. Vorbei an den beiden großen Steinblöcken geht es Rechts in den Hang. In diesem liegt schon frühzeitig Schnee, dh man sieht kaum Geröll. Wir wissen auch warum, es ist eine Gletscherzunge die sich hier den ganzen Sommer über hält, gerade nach dem Schneereichen Winter ist diese jetzt noch besonders groß.



Wir ziehen also unsere Steigeisen an und nehmen den Pickel in die Hand und Traversieren so Schritt für Schritt nach oben. Die Steigung wird immer Größer und wir sind froh mit unseren Zacken unter den Füßen guten Halt zu finden. Dann beginnt der Steig, doch unser Bergführer der voran geht geht einfach weiter mit den Steigeisen auf den Fels. Wir kucken alle etwas verwirrt, dann kommt von oben das bestätigende nicken. Und so machen wir es ihm gleich und betreten mit unseren 12 Zacken pro Fuß den Klettersteig. Der Pickel wird kurzerhand zwischen Schulter und Rucksack geparkt, immer Griffbereit.



Erstaunlich gut lässt sich so auch der Steig bewältigen. Man findet selbst mit den beiden Frontzacken sehr guten Halt am Fels. Jetzt noch einen Steilhang hinauf gesichert durch das Seil des Bergführers und wir können die Steigeisen ablegen. Am Rucksack verstaut geht es weiter hinauf auf knappe 2900 Meter. Gerade jetzt sieht wieder die feuchte Luft in form von Nebelschwaden durch die Brentalöcke. Nur ab und zu können wir einen kleinen Blick durch diesen ergattern.



Wir schlängeln uns hinauf durch die Türme, entlang an Bändern, Leitern hinauf und hinunter, über wackelige Brücken bis wir erneut auf einem langen Schneefeld landen. Jetzt gilt es wieder gekonnt auf zwei Füßen den Hang hinunter zu surfen. Es funktioniert schon besser und diesmal lande ich auch nicht auf dem Allerwertesten. Fun fun fun.........unten angekommen noch über ein kleines Geröllfeld und einem schönen Panoramaweg bis wir erneut zur Tosahütte kommen. Es ist noch früh am Nachmittag, inzwischen sonnig, Zeit für Flausen im Kopf......


Bocchette dei Due Denti



Unser Nachmittagsprogramm beinhaltet einen Klettersteig. Due Denti sein Name und es wird eine Leiterparade geboten von gesamt 300 Sprossen. Aber bis zum Einstieg geht es über Steiles Geröllfeld und ein kleines Schneefeld. Die Schneekannte vor der ersten Leiter verlangt einen großen und beherzten Schritt. Mit leichtem Gepäck sehr gut machbar. Hintereinander erklimmen wir Leiter um Leiter die nach oben führen auf den Sattel.



Jetzt kommt dann auch mal die Sonne zwischendurch was einem das Herz höher schlagen lässt. Die Wolkenlücken geben ein unglaublich schönes Panorama der Brenta Berge frei. Oben am Sattel angekommen machen wir eine kleine Pause und genießen so die wunderbare Aussicht. Dann wird es Zeit den Rückweg anzutreten und so arbeiten wir uns wieder Sprosse für Sprosse nach unten. Leider ist die Eishöhle noch komplett verschneit so das wir leider keinen Blick in diese wunderschöne Eiswelt bekommen. So vertreiben wir uns den Rest des Tages mit Klettern an einem kleinen Felsblock.

Tosa > Sentiero Palmieri > Agostinihütte



Der Frühe Vogel fängt den Wurm und so sitzen wir bereits um kurz vor 7 am Frühstückstisch. Das Frühstück ist kaum verändert, statt Weißbrot gibt es heute allerdings aufgebackene Brötchen und es gibt keine Kekse dafür Nußcreme. Ich kann mich noch nicht entscheiden welche Variante besser ist. Um kurz vor 8 stehen wir mit unseren Rucksäcken bepackt vor der Hütte. Wir gehen rechts hinüber über den Karstfels und finden sofort den Einstieg.



Der Weg zieht sich erst entlang am Fels bis wir dann hinüber durch das Tal einige Schneefelder queren müssen. der Weg schlängelt sich weiter durch die weite Landschaft. Wie in einem Kessel bewegen wir uns in leichtem auf und ab. Nach einem weiterem Schneefeld geht es über steiles Geröll über eine Bergkante. hinunter in einen weiteren Kessel. Die Sonne kommt nur spärlich raus immer wieder zieht die Feuchtigkeit des Schnees als Nebel auf. Man sieht kaum die andere Seite. nur eine kurze Trinkpause entlang des Weges nutzen wir. Dann kann ich die Materialbahn schon mit einem gleichmäßigen scheppern ausmachen. Es kann also nicht mehr all zu weit sein. Die letzten Meter werden noch einmal steil durch ein Geröllfeld als uns ein Motocrossgeräusch aus unserem Lauftrott reisst. Wir kreuzen einen breiten Schotterweg auf dem uns ein junger Mann auf einer Geländemaschine entgegenkommt und Talabwärts fährt. Später stellt sich heraus das es ein Mitarbeiter der folgenden Hütte ist.





Jetzt sehen wir die Hütte auch schon. Oben angekommen gibt es Kaffee und Kuchen. Nach dieser kleinen stärkung brechen wir erneut auf, diesmal allerdings nur mit leichtem Gepäck......







Tuckett > Sentiero SOSAT > über Brentei > Tosa



7:00 ist Frühstückszeit, etwa 30 Minuten vorher geht das gegruschel in der Hütte los. Das Frühstück ist italienisch sperrlich. Ich packe mir noch 3 Scheiben trockenes Weissbrot ein für den Tag heute. So verlassen wir um 8:00 die Hütte und steigen einen Weg entlang des Kessels. vor uns türmen sich bereits die Brentaberge auf als wir über ein Schneefeld die Seite wechseln. Hier legen wir auch unsere Klettersteigsachen an. Die erste Leiter wirkt noch nicht sehr spektakulär aber das soll sich wohl die nächsten Stunden ändern. Wir gehen durch grobes Gestein immer wieder kurze gesicherte Stücken. Das Tauwasser fließt hier wohl dauerhaft da einige Passagen schon mosig sind am Stein. Eine kurze Trinkpause bei schönem Panorama bevor wir wieder herum auf die nächste Seite der Bergwelt gucken können.





Hinein in eine Kluft aus Fels. Gut gesichert bewegen wir uns erst ein Stück hinauf bevor es wieder herunter geht. Dann in einer Art natürlichen Felscanyon sehen wir die Lange Leiter. Wir steigen hinab in den Canyon auf einen Felsblock der den Eindruck macht als würde er hier nur kurz verweilen damit man die Leiter erreichen kann. Er hängt protzig zwischen den beiden hohen Felswänden. Jetzt bin ich an der Reihe, ich packe die ersten Sprossen und versuche im gleichmäßigen Tempo nach oben zu kommen. Doch die Leiter ist länger als gedacht und so muss ich zwischendrin doch kurz verschnaufen. Der Rucksack bringt zusätzliches Gewicht nach hinten und man muss sich schon festhalten. Kurz genieße ich den Ausblick durch die Schlucht bevor ich das Felsband auf der anderen Seite erreiche.



Wir befinden uns mitten im SOSAT Klettersteig. Ab und zu kommen uns andere, einzelne Klettersteiger entgegen. Dann führt der Steig wieder hinaus aus der Kluft auf einen Weg über kleines Geröll bis zu einem Großen Schneefeld. Von oben kann man eine Hütte erkennen. Brentei, unser Mittagspunkt, die hälfte liegt also hinter uns. Wir bekommen eine kurze Einweisung wie wir am besten diesen Schneehang herunterkommen. Die Worte lauten "have fun" und den haben wir dann auch. Wir stellen uns auf die Füße und man muss sich nur kurz selbst etwas anschubbsen und schon geht es wie auf Kurzskiern den Berg hinunter. Natürlich muss man dabei das Gelichgewicht halten da man sonst unweigerlich auf dem Po landet, was wir natürlich auch abwechselnd alle mal tun. Doch im weichen Schnee kann nichts passieren. So erreichen wir den Rest des Weges zur Brenteihütte und machen hier kurzen Stopp.





30 Minuten später, gestärkt mit einer Apfelschorle und einem Panini mit Schinken machen wir uns auf den Weiterweg. Vorbei an der kleinen Kapelle schlängelt bücken um durch zu kommen. Dann sehen wir das lange Schneefeld. Wir bleiben kurz stehen und unser Bergführer sagt uns das wir hier bis über den Sattel zur anderen Seite hinauf müssen. Ich schaue in ebenso fragende Gesichter, Achselzucken, kurze Pause um noch mal alle Kräfte zu sammeln. Dann gehen wir im Gänsemarsch hinein in den Hang. Oben kann man andere Bergsteiger erkennen, so klein das man keine Details mehr ausmachen kann. Ich schaue nur noch in den Schnee und folge in meinem Rhythmus den Spuren der anderen. Mit den Stöcken finde ich etwas halt und man kann sich gut abstützen.



Der Bergsattel kommt näher und näher, als ich einen kurzen Blick nach unten wage wird mir klar wie weit wir es nun schon geschafft haben, und ich atme durch. Nach dem Sattel noch ein kurzes Stück hinauf über die zweite Kannte kann man die Zielhütte Tosa/Pedrotti schon sehen. Der Rest ist ein Kinderspiel und die Beine werden wieder etwas schneller. Es war eine lange Etappe bis zur Hütte und unser Tagessoll ist erfüllt. Es ist ca 14 Uhr und wir belegen unser Zimmerlager. Duschen erst ab 17 Uhr für 3 Minuten 3 Euro. Nein danke, da bevorzuge ich heute die kalte Bergwasser Katzenwäsche :-) Gesagt getan sitze ich bereits um 15 Uhr gewaschen und in frischer Kleidung in der Sonne und genieße einen Latte Macchiato in der Felskulisse.



Montag, 20. Juli 2009

Knapp 3 Kilo umsonst?

Ich könnte mich wirklich in den Allerwertesten beissen. Ein kleiner Funke einer Chance besteht vielleicht noch, aber eigentlich habe ich diese schon fast abgeschrieben. Gestern Früh entnehme ich meiner D40 die 4 GB SD Karte und es macht Knick-Knack. Mein Lesegerät wollte dann schon nichts mehr anzeigen (nicht mal die Karte erkennen) auch der Versuch die Karte erneut in die Kamera zu stecken und über diese die Bilder auf den Apfel zu laden schlug fehl. Werde heute die Karte zu einem Fotoladen bringen und schauen was sie sagen, vielleicht können sie den Speicher/Bilder irgendwie retten bzw lesbar machen.

Der Aufstieg Madonna di Cambiglio > Tuckett



Die Anreise mit dem Zug/Bus war funktionierte perfekt. Am Sonntag Vormittag kamen wir so relaxed in Madonna di Campiglio an und konnten noch ein wenig die Sonne unten an der Bahnstation genießen. Pünktlich um 15.30 standen dann auch die weiteren Teilnehmer bereit und unser Bergführer begrüßte uns. Doch dann wurde es leicht holprig in der Organisation. Nach dem in der Reisebeschreibung stand "Klettergurt, Bandschlinge, HMS, Klettersteigset, Helm - wird leihweise vor Ort gestellt und ist im Reisepreis eingeschlossen" kamen einige Teilnehmer ohne dieses Equipment. Jedoch war kein Equipment vor Ort. Das lag zum einen daran das die Woche vor uns die Gruppe statt in der Brenta am Gardasee gelandet war (wegen des Wetters) und zum zweiten der Guide wohl diese Info etwas zu spät bekam (erst als er an der Groste Bahn nachfragte). Ich persönlich machte mir weniger sorgen da ich all meine Sachen selbst dabei hatte. Nun musste also eine Lösung gesucht werden. Am Runden Tischberatschlagten wir und lauschten dem Vorschlag unseres Bergführers. dieser jedoch hätte uns 1 ganzen Tag gekostet :(



Ich fackelte nicht lange und warf erneut einen Vorschlag in die Runde, ob man nicht einfach in Madonna di Campiglio in einem Bergsportladen diese fehlenden Sachen einfach leihen könnte (natürlich auf kosten des Veranstalters) anstatt nach Landeck zu fahren um dort die Ausrüstung zu besorgen. Mein Vorschlag wurde dankbar angenommen und so konnten wir die letzte Bahn gegen 17 Uhr nach oben zum Grostepass (2437m) nehmen. Mit im Gepäck, auf anraten des Bergsportladens hatten wir nun auch Steigeisen + Pickel (dazu später noch eine weitere Exkursion).



Gipfelstation Grostebahn, von hier ging es dann in einem rauf und runter durch verblocktes Gelände im Nebel. Nach knapp 1,5 stunden erreichten wir dann die erste Hütte - Tuckett. Lagerbelegung und kurzes Sortieren aller Sachen und besprechnung des nächsten Tourentages. Dann sofort zum Essenfassen. Es gab für mich erst einmal 2 Portionen Nudeln. Hatte ich doch noch nicht besonders viel heute gegessen. Hinterher noch einen italienischen Espresso und dann langsam ab ins Lager um in den Schlaf zu finden. doch das war nicht so einfach. Die Hütte hatte wohl erst ein paar Tage zuvor eröffnet und die Decken kamen hier wohl frisch aus dem Mottenschrank. Der Geruch war fast unerträglich, doch irgendwann hörte ich nicht mal mehr das sanfte Schnarchen meiner Mitschläfer.



Fortsetzung folgt....

Sonntag, 19. Juli 2009

Felsabbruch - Brenta - Agostini Hütte




Die Brenta Berge haben mich wieder ausgespuckt :-) Nach 1 Woche im Fels, Eis und noch viel Schnee bin ich dann doch geschafft. Das Wetter hat gut ausgehalten so das wir Freitag vor dem Großen Wettersturz unsere letzte Hütte (Tuckett) erreichten. Am Samstag morgen dann ein Nasser Abstieg bei Regen. Ein Felsabbruch auf die Zugstrecke Trient/Brenner/München (am Brenner) verzögerte unsere Heimreise etwas. Aber wir fanden ab Insbruck guten Anschluss. Jetzt werden die Fotos Sortiert und die Erlebnisse in Worte gefasst, bis dann.....

Donnerstag, 9. Juli 2009

Haselnuss



Der Korkenzieher ist voll mit "noch" grünen Nüssen. Schon bald wird aber das Eichhörnchen zu Besuch kommen und mir nach und nach alle vom Baum klauen :-) und irgendwo im Garten verbuddeln. Recht so, ich finde das beobachten dann fast besser als selbst die Nüsse zu essen.

Dienstag, 7. Juli 2009

der Berg ruft....


die Ausrüstung ist gepackt :-)