
- Vormittag: BüroAktenArbeit
- Nachmittag: Experience (Bericht folgt)
- Abend: Relaxen im heimischen Wohnzimmer
Samstag, 30. September 2006
Samstagen
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Freitag, 29. September 2006
Ausgemistet
Es handelt sich um eine Descente Storm Regenjacke, 2 Paar Handschuhe, Pearl Izumi Windjacke Langarm, Kona Langarm Trikot uns mehrere Kurzarm Trikots, Bikehose Kurz-weit (Sunshine), Bike-Winterjacke (Bioracer) mit Fleece, alles meist Größe M. Also wenn hier jemand jemanden kennt der gerade in den Radsport einsteigt und Jung ist und so Zeug brauchen kann würde ich es gegen kleine Aufwandsentschädigung verschicken. Allerdings nur wenn ich wüsste das damit dann kein Schmu getrieben wird (also weiterverkauft) denn dann kann ich es ja selbst auch verkaufen. Eigentlich würde ich wie gesagt gerne was gutes tun. Alles Qualitätsware!
Also fragt doch mal rum und meldet Euch hier, falls Interesse. Kann auch ggf. Fotos liefern :-)
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Buchmesse - Sonderzug nach Pankow
P.S. Udo Lindenberg wird auch da sein
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Donnerstag, 28. September 2006
fucking perfect bike
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Mittwoch, 27. September 2006
Höher, schneller, weiter - oder Respekt!?!
Ich erkenne die erbrache Leistung an und habe höllischen Respekt vor dieser. Auch vor dem können der Vertriders, die Bilder sprechen für sich. Ich kann ein stückweit nachempfinden was es einem selbst bedeutet sich solche Träume zu erfüllen, oder solche Waagnisse - annähernd - zu bewältigen. Hatten wir doch heuer mit der "Besteigung" der Schöttelkarspitze (2050 m), mit anschliessender Abfahrt eine ähnliche Erfahrung gemacht. Wir wussten nicht was uns vorher oder nachher erwartet, aber die Stunden das Bike eigenhändig bis zum Gipfel zu tragen war schon etwas ganz besonderes. Wen man es nicht selbst schonmal in ähnlicher weise gemacht hat, kaum nach zu empfinden. Man sollte aber immer im Blick die Berge, die Natur und die Umwelt haben. Und auch dieser und den anderen Bergbesuchern (Mensch und Tier) ebenso Respekt entgegen bringen.
Geben und nehmen :-)
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Dejavue am Hörlberg
Showie unser Guid für heute hatte erbarmungslose Pläne. Als erstes ging es über den sanften Weinberg, aber nicht lange lies er uns in der Ebene strampeln, und schon ging es Richtung Hörlberg. Aber er hatte noch ein paar aufgaben für uns. Nach einer schönen Abfahrt ging es den Schnittlinger hinauf und auch der Massendorfer Berg gönnte uns keine Verschnauffpause.
Und dann begann das Dejavue. Auf der Straßße eines kleinen Ortes hielten wir kurz an, nur ein Steinwurf von der Südtiroler Stube (unserer geplanten Einkehr) entfernt. Aber Showie strotze an diesem Tage wohl vor Berghunger und meinte wir könnten noch eine kleine Schleife fahren, dauert nur so ca 25 Minuten Umweg, plauderte er. Ok, schon leicht geschafft wollte keiner ablehnen. Also rein in die Pedale und hoch die Strasse. Schon wenige Meter später holte mich das Dejavue ein "hier war ich schon", "den stein kenn ich", "den weg bin ich heute schon gefahren" Showie jagte uns erneut den Hörlberg hinauf. Oben angekommen ächzten wir schon ein bisschen und japsten nach luft. Eine Pause würde so langsam gut tun, sind wir doch schon einige Zeit unterwegs. Also nur ein kleiner Stopp und wieder die herrliche Abfahrt hinunter.

Und dann kam sie endlich, die Südtiroler Stubn. Gleich musste ich eine doppel Portion Kuchen bestellen. Die anderen griffen ebenso mit Nudelgerichten und/oder Kuchen zu. Gegen 16.30 machten wir uns wieder auf den Heimweg. Leider jagte uns Showie nochmals einen kleinen Anstieg hinauf wo sich kurzzeitig mein 3 Stück Zwetschgendaschi wieder meldete. Um 17.15 pünktlich erreichten wir die S-Bahn zur Heimreise. Schän war mal wieder die Sonntägliche Ausfahrt. Danke an alle Mitfahrer und an Showie für seine Sado-Maso Einlage. Gute Besserung auch an Beerchen der leider eine kleine Gesichtsbremsung auf dem Wurzeltrail hinlegte.
Leider werde ich dank meines Gesundheitszustandes am WE mal pausieren. Ich will mich erst 100% auskurrieren. Ausserdem steht eine Exklusive Probefahrt mit der neuen E-Klasse an :-) (Bericht folgt natürlich)
Bilder von der Tour findet ihr hier
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Dienstag, 26. September 2006
inside your head
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Montag, 25. September 2006
badDAY
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Sonntag, 24. September 2006
American Apparel - Studenten kaufen billiger
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Samstag, 23. September 2006
Herbsteln
der Tau riecht noch kühl und frisch.
Tief die Sonne am Himmel,
der aufbrausende wind bringt frische.
Im stillstand der Sonne erwärmt es mich,
strahlend durch die lichter werdenden Bäume.
In der Dämmerung den Tau wieder spürend,
nehme ich noch eine Nase voll Sommer.
Gestern bei der Gartenarbeit hatte ich ihn bereits vor Augen. Noch in kleinen Schritten kommt er täglich ein wenig näher. Nicht aufhaltbar schiebt er sich sanft hindurch bis er den Sommer eingehlt hat. Es herbstelt udn das ist gut so. Ich liebe jede Jahreszeit, weil sie unheimlich schöne Momente bereit hält. Wir müssen nur mal raus gehen in die Natur und diese auf uns wirken lassen. Wie sich die Blätter färben im Herbst, wie im Winter alles unter der weissen Decke des Schnees schläft und im Frühjahr die Kraft der Knospen und Blätter hinaus drängt aus den Stämmen. Der Sommer wenn die Wiesen Saftig sind um dann wieder in den Herbst zu wandeln. :-)

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Freitag, 22. September 2006
Die Wahrheit über.....
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Donnerstag, 21. September 2006
LEO an der Kurbel
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Mittwoch, 20. September 2006
ALPENXMANIA - Nachlese
Das war nun mein 2 Alpen X. Zum ersten kaum ein Vergleich, da vollkommen andere Route, Leute und auch das Level der Strecke war anders. Aber er hat mir sehr gefallen. Das Zusammenspiel der Gruppe, die Trails, die Landschaft. Alles in allem hatte sich alles wie ein Puzzle zusammen gefügt und gepasst. Die hervorragende Arbeit unseres Guides Manuel und auch der Witz der anderen Teilnehmer machten eine Woche zu einem unwiederholbaren Erlebnis.
Organisatorisch danke ich Alps Biketours, die wieder einmal nette Hotels (bis auf wenige Ausnahmen) herausgesucht hat. Ich danke dem Wäscheservice, dem Taxi der unser Gepäck Tag für Tag transportierte und dem Wirt vom Weiberhimmel für das Schnapserl. Zudem ein besonderer Dank an Blacksurf und Jenny die sich das Zimmer mit mir teilten. Toll fand ich auch Toschis spontanität uns zu begleiten. Auch die 4 Köllner möchte ich erwähnen die mit ihrem Witz so manche Runde zum lachen brachten, Malte unser Sturzpilot der trotz seiner Verletzungen durchgehalten hat und gut bei Laune war (Respekt), natürlich auch danke an Uwe unseren Tourdoc. Und die beiden Münchner die ebenfalls für erheiternde Episoden sorgten.
Das wichtigste Danke an meinen Mann der mir für solche Touren den Rücken freihält :-)

Nun ist das eine Projekt 2006 abgeschlossen, und schon das neue 2007 in den Startlöchern.
Der Kilimandscharo ruft
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ALPENXMANIA - Reisebericht Teil 6

08.09.06 / TUENNO > TORBOLE; LAGO DIE GARDA
07.00 Frühstück gemeinsam wie die vergangenen morgende der Tour. Wir sitzen am Tisch und plauschen ein wenig über Dies und Das, als Uwe plötzlich erwähnt das Maltes Reifen, der Mantel einen Schnitt hätte. Malte wiegelte ab, er fahre bereits die ganze Tour so herum und habe zuhause bereits Isoband unter den Mantel geklebt. Innerlich schlug ich die Hände über dem Kopf zusammen und ich brachte es nicht über meine Schrauberehere mir das nach dem Frühstück und vor der abfahrt mal aus der nähe anzusehen. Und so verabredete ich mich bereits für ein paar Minuten später mit Malte in der Garage wo unsere Räder untergebracht waren.
Ich stellte erstmal meinen Helm + Rucksack bei Seite und nahm dann sofort Maltes Bike unter meine Hände. Reifen gleich mal runter und angeschaut was das so für ein „Riss“ ist. Mitten im Profil war also dieser Schnitt, gut 1,5 cm lang, innen wohl mal wie erwähnt abgeklebt mit Isoband, das aber inzwischen bereits durch war. Und auch der Schlauch im Reifen zeigte bereits deutliche Spuren des Abdruckes. Kurzum der Reifen wird gewechselt einschließlich neuen Schlauch. Wir wollen die Maltescala ja nicht überstrapazieren!

Inzwischen sammeln sich auch alle anderen in der Garage, jeder schaut noch mal kurz nach seinem Bike und sattelt dann auf. Das Wetter ist leicht Feucht, kein richtiger regen, eher das die Strassen Nass sind und irgendwie alles ein wenig dunstig. Vorsichtshalber ziehe ich die Rucksackregenhülle über mein Gepäck, denn an diesem finalen Tag habe ich wieder meine Helmcam mit an Bord. Als alle ihre 7 Sachen beieinander haben macht sagt eine Stimme plötzlich „STOPP“ Toschi hatte einen Plattfuß. So verzögerte sich die abfahrt dann doch noch um einige Minuten.

Über DENNO Richtung SPORMIGGNORE ging es erstmal ständig runter und wieder hinauf. Wie kleine Haifischzähnchen reihten sich die Steigungen und Abfahrten aneinander. Wir fuhren in und entlang des Naturparks der BRENTA. Über Apfelplantagen hinauf irgendwie mussten wir ja die 1800 Höhenmeter zusammen bekommen. An einer Apfelplantage kam dann von hinten eine weitere Gruppe Alpencrosser angerauscht. Im Augenwinkel erkannte ich ihn dann doch, Dertutnix. Spontan rief ich seinen Namen und auch Blacksurf erkannte ihn nun sofort. Leider hatten wir nur kurz Zeit auf ein paar Worte, bevor wir weiter mussten.

Jetzt mussten wir nochmals einen kleinen Anstieg hinauf um dann eine Abfahrt bis zum LAGO DI MALVENO genießen zu können. Auf der Schotterpiste konnte ich es noch mal so richtig laufen lassen. Mein Reifen hielt wie immer die Spur und brachte mir Tempo. An einer schönen Aussichtsstelle knapp oberhalb des Sees machten wir kurz Fotopause. Aber sofort ging es hinab in den Ort MOLVENO, dort erwartete und eine leckere Pizza.

Fast schon konnte man den GARDASEE fühlen, riechen und schmecken. Wir brachen erneut auf um den Rest der Etappe zu bewältigen. Noch mal hinauf um den Ausblick auf die Berge zu genießen bevor es bis zum ende auf nur 60 Meter über dem Meer gehen sollte. Belohnt wurden wir erneut durch eine Abfahrt die so manche Bremsbeläge zum rauchen brachte, aber auch einigen ein Grinsen ins Gesicht zauberte. Schon den ganzen Tag schwärmte uns Blacksurf und der Guide von der bekannten MAROCCHE vor. Endlich erreichten wir den Trail, und ich muss sagen, die Schwärmereien waren absolut berechtigt. Zum Glück habe ich Ohren, denn nur so konnte ein Rundumgrinsen unterbunden werden. Wir gaben noch mal alles auf der Abfahrt über grobes Gestein, nur die Staubwolke lies unsere Geschwindigkeit erahnen. Zum Glück hatte ich meine Helmcam dabei und habe dort einiges festhalten können.

Der Lago kam näher und näher, nur noch wenige Kilometer trennten uns, man konnte ihn noch nicht sehen, doch die Vorfreude war unbeschreiblich groß, und sie wuchs von Kilometer zu Kilometer den wir näher kamen. Wir passierten ein kleines Örtchen, durch dessen enge Gassen wir fuhren, erst am Ausgang sah ich das Schild ARCO. Angespornt von einer uns voraus fahrenden Gruppe, gab unser Guide nochmals richtig Gas. Wir hechelten hinterher um den Anschluss nicht zu verpassen. Es saugte uns wohl die letzte Energie aus unseren Beinen. Aber wir gaben nicht nach. Entlang dem Radweg an der SDARCA heizten wir Richtung TORBOLE.

Plötzlich standen wir da, mitten vor MECKI`s. Jeder Biker am Gardasee weis welchen Laden ich meine. D.h. wir waren da, angekommen, finish. Wir machten kurzen Stopp da Manuel etwas aus dem Kaffee holen musste. Zudem wurde Blacksurf hier von Dermaddin erwartet, der nach kurzer Begrüßung sich uns anschloss für die letzten Meter. Schnell konnten wir die letzte Fahrt fortsetzen an den See hinunter. Noch über eine kleine Brücke, rechts, gerade aus und dann direkt auf den Strand zu rollern.
Die räder stellten wir schnell irgendwo hin, auch der rucksack wurde von den Schultern genommen und auch der Helm fand seinen Platz irgendwo am Lenker. Währendessen öffnete Manuel bereits die erste Flasche Sekt, verteilte an jeden ein Glas und ließ die Korken Knallen. Irgendwie konnte es so keiner Glauben das wir es nun geschafft haben. Jeder schaute dem anderen etwas ungläubig ins Gesicht, jeder aber hatte auch die Erleichterung in den Augen. Kurzerhand entledigte ich mich meines Trikots und meiner Freerideshort und rannte Richtung See. Mit voller Geschwindigkeit lief ich hinein und tauchte erstmal unter. Bis die anderen begriffen was passiert war, war ich schon halb wieder draußen. Es dauerte nicht lange und die anderen folgten mir dann doch ins angenehm kühle Nass. Nach dem langen Tag tat das Wasser richtig gut.


Unser Hotel war in RIVA, und so mussten wir erneut aufs Bike steigen und die 2 Kilometer bis zum Hotel nochmals abstrampeln. Dort angekommen reichte die Zeit gerade für eine Dusche und Umziehen, denn der Shuttel zum Restaurant wartete bereits. Was folgte war ein wunderschöner Finisher – Abend bei typisch Italienischer Kost, Vino und Espresso. Freudig und ausgelassen feierten wir unser ankommen. Geschafft aber von den letzten 6 Tagen, brachen wir bereits gegen 23.30 wieder den Rückweg zum Hotel an. Am Hotelpool sammelten wir uns dann nochmals um den Abend noch eine besondere Note zu geben. Durch Zufall haben wir in Erfahrung gebracht das unser Guide Geburtstag hat und so konnten wir ihm um punkt 24.00 hierzu gratulieren. Irgendwann gegen 01.00 holte mich dann vollends die Müdigkeit ein und ich suchte das Zimmer auf.


Fortsetzung folgt....
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Dienstag, 19. September 2006
ALPENXMANIA - Reisebericht Teil 5

07.09.06 / ST. WALBURGA > TUENNO
Klasse, heute geht es erstmal runter. Wir müssen vom Weiberhimmel hinunter bis zur Staumauer. Dies bedeutet mindestens 20 Minuten nur bergab rauschen. Hindurch den Sprenkleranlagen die an diesem Morgen wohl dem erneut bevorstehenden Sonnigen Tag vorbeugen wollen. Im Rausch der Geschwindigkeit werden wir unten an der Staumauer abgebremst. Wir sammeln uns um dann nach einem kurzen Blick über den Stausee, um über die Mauer hinüber zu fahren auf die andere Seite.

Der beginn des Tages führt uns erst einmal über kleine Trails, durch mehrere Viehgatter hindurch. Auch quer liegende Baumstämme können uns auf dem Weg nicht stoppen. Vorbei an Kühen stoßen wir am ende des Weges auf eine 4000 Jahre alte Lärche, dessen Baumstamm 8 Meter im Umfang misst. Wir machen kurzen Stopp um hier nochmals Wasser zu tanken. Denn ab hier geht es hinauf in die steinerne Wüste.

10 Kilometer mit über 1000 Höhenmeter warten auf uns. Unser Guide gibt uns letzte Instruktionen, getroffen wird sich erst oben an der HASELGRUBER Hütte. Nun brechen wir also auf, die ersten 6 Kilometer sind noch fahrbar und ziehen sich sanft hoch über die Baumgrenze. Es ist hier gerade Almabtrieb und so kommen mir immer wieder Kühe entgegen. In Sichtweite noch Jochen, Günther, Henning, Jenny und Klaus, Jochen schiebt hin und wiederum einfach zu entlasten. Dann nach den 6 Kilometern kommen wir zu einer Hütte. Die anderen haben auf mich gewartet und so starten wir gemeinsam auf die letzten 4 Kilometer.
Manuel, Toschi, Carolin, Malte, Blacksurf sind schon außer Sichtweite. Vermutlich trinken sie bereits auf der Hütte ihren verdienten Cappucchino. Bei jedem Meter habe ich noch Manuels Worte im Ohr, das er bis auf 7 Meter alles fahre. Kopfschüttelnd schiebe ich weiter mein Rad neben mir her. Jenny und ich schieben im gleichen Tempo, die anderen ein wenig vor uns. Am rechten Gipfel sammeln sich unterdessen dunkle Wolken die einen auffrischenden Wind mitbringen. Wir entschließen uns die durch geschwitzten Trikots zu wechseln. Ich setze noch meine Mütze auf, damit ich nicht über den Kopf auskühle.


Der steinerne Mann kommt näher, als wir bei der Sennerei ankommen ist er schon fast Greifbar. Das Ziel fest im Blick schieben wir die Serpentinen hinauf über die Verblockten Stufen. Und dann steht er vor uns, der Steinerne Mann, wir blicken herum und schauen uns an, „keine Hütte“ schiesst es uns durch den Kopf. Gegenüber sehen wir einen weiteren Hügel mit Serpentinen wo man noch kleine schiebende Biker entdecken kann. Dort müssen wir wohl noch hinüber. Wir fackeln nicht lange und gehen ohne Halt weiter.
Als wir über die Kuppe kommen sehen wir die Hütte, wie sie daliegt im Fels. Die anderen sitzen bereits am Tisch und haben gegessen, sie dürften bereits 30 – 45 Minuten da sein. Als erstes bestelle ich mir einen Latte Macchiato, das muss einfach sein, anschließend kommt bereits mein Teller mit Nudeln.


Es ist recht frisch oben am Berg und ich ziehe mein langes Trikot über. Wir paussieren nicht lange, denn wir müssen weiter. Vor uns wartet eine gigantische abfahrt. Blacksurf und ich schnallen unsere Schoner für Schienbein und Knie um und folgen Wortlos Manuel unserem Guide. Die anderen reihen sich mit größeren Abständen hinter uns ein. Der obere Teil ist teilweise stark ausgefahren durch die Transalp Classic die hier Jahr für Jahr drüber führt. Außerdem ist wohl auch die HASELGRUBER Hütte ein Besuchermagnet für Wanderer und Biker. Dann kam eine recht verblockte Stelle mit riesigen festgewachsenen Steinen. Blacksurf und ich hielten kurz an um uns das von oben anzusehen, als Caroline in ihrem „guten Lauf“ an uns vorbei schoss. Es dauerte nur wenige Sekunden bis wir sie über den Lenker purzelnd auf dem Rücken liegen sahen. Blacksurf und ich liessen alles stehen und liegen und eilten zur Hilfe. Nach Luft schnappend lag sie da und konnte kaum sprechen. Wir haben sie erstmal von ihrem Rucksack befreit, während sie nach und nach wieder Luft bekam. Inzwischen kam auch ihr Mann Hennig zum Ort des Geschehens und half sie wieder aufzurichten. Knapp 150 Meter weiter unten standen die anderen. Dort hat auch gleich unser Tour Doc nach Carolin geschaut. Außer einer vermutlichen Rippenprellung ist noch mal alles soweit gut gegangen. Doch wo war Malte. Ein Blick in die Runde zeigte das er noch fehlte. Wir blickten nach oben in den Hang, und hier erschien er dann Rad schiebend zwischen den verblockten Steinen. Seine Hand schmerzte beim Downhill durch die Erschütterung, so dass er das schieben dem fahren vorzog.

Und wieder standen wir vor der Qual der Wahl. Killer Downhill oder Forststraße. Nachdem ich noch meine Protektoren an hatte, entschloss ich mich diesmal den Trail zu nehmen. Und so starteten wir zu viert in den Killer Downhill, Blacksurf, Manuel, Toschi und ich. Die anderen sollten am ende der Forststraße auf uns warten. Dieser Downhill zauberte mir ein rundum Grinsen in mein Gesicht. Auch Toschi und Blacksurf sah man an wie viel Spaß sie hier hatten. Unten angekommen hatten wir Freudentränen in den Augen. Die anderen warteten bereits. Diesmal gab es keine Verluste.


Nun war das sagen umwobene RABBIJOCH also bezwungen. Ich konnte es kaum glauben. Über MALE und CLES wo wir noch eine kleine Zwangspause einlegten, da unser Guide sein Innenlager geschrottet hatte, fuhren wir nach TUENNO. Wir nutzen die gewonnene Zeit für einen Kaffee und Eispause.


Unsere vorletzte Etappe war also geschafft. Kaum hatte die Woche und die Fahrt über die Alpen begonnen, waren wir schon weit bis nach Italien vorgedrungen und schon fast am Ende unseres Vorhabens. Doch auch der letzte Tag sollte noch einige Überraschungen für uns im Gepäck haben.

Fortsetzung folgt...
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ALPENXMANIA - Reisebericht Teil 4

05.09.06 / NATURNS > St. WALBURG
erneut blinzelte uns schon morgens die Sonne ins Gesicht. Gute Aussichten für den Tag. 08.30 starteten wir pünktlich in NATURNS. Es blieb wenig Zeit zum Warmfahren, denn gleich begann der lange Anstieg der uns ohne Pause auf fast knapp 1700 Meter bringen sollte. Die Gruppe zersplitterte etwas, jeder fuhr am Berg sein Tempo. Bei Abzweigen wurde vom Guide wie abgesprochen markiert, so das jeder den richtigen Weg fand. Eine Zeitlang waren Jenny und einige von der Köllner Truppe meine Weggefährten. Langsam merkte wohl ein jeder die Anstrengungen der letzten Tage in den Beinen. Nur unser „schnelles Bunny“ Blacksurf blieb an den Reifen des Guides.
Der weg war anfangs noch durch eine breite Schotterpiste sehr angenehm. Doch auch das änderte sich von Zeit zu Zeit. Einige kleine Tragepassagen zeigten uns den Weg nach oben. Oftmals dachte ich so bei mir, welche Freude es mir nun machen würde, diese hinunter zu fahren. Der Weg führte aber stets nach oben. Auch Toschi war wieder mit an Bord, unser Gastfahrer, Wollte er noch einen weiteren Tag mit unserer Gruppe fahren.


Gnadenlos knallte die Sonne herab. Der Schweiss tropfte an meinen Armen und Beinen herunter. Unaufhaltsam versuchte ich meinen Rhythmus zu halten. Und wieder eine Kehre mehr geschafft, die Spitze fest im Auge. Jedoch konnte man das Ziel durch den Wald noch nicht sehen. Bis wir auf einen kleinen Verblockten Trail kamen der uns den Weg wies. Als wir letzten links um die Ecke bogen konnten wir aufschauen auf die kleine Kirche oben auf dem Gipfel. Kleine steile Wege führten gerade hinauf, wir aber wählten eine fahrbare Variante rechts herum. Die letzten Meter schoben wir aber dann doch. Die anderen warteten bereits und nutzen die Zeit um sich trockenes und warmes anzuziehen. Denn der Wind hier oben frischte etwas auf.

Jetzt nur noch runter, aber vorher sollte es eine Rast geben beim bekannten Gamplwirt. Als wir die Portionen des bestellten Kaiserschmarrns und Pasta bekamen, fragten wir uns wer das jemals essen solle. Die Teller waren Kaiserlich gefüllt. Gut gesättigt ging es nun an die Abfahrt. Erst eine breitere Forststrasse in Serpentinen hinab vorbei an den Liftbenutzenden Touristen. Bis wir an eine Stelle kamen wo unser Guide Manuel erneut das Zauberwort „Killer Downhill“ in den Mund nahm. Es gab also wieder 2 alternativen. Zum einen die Teerstrasse hinab Richtung ULTENTAL oder eben den „Killer“ Da mich die Auffahrt bereits etwas geschlaucht hatte, und meine Konzentration nicht mehr 100% war, entschloss ich mich für die Teerstrasse. Eine Handvoll, Blacksurf, Jenny, Toschi, Malte, Henning und natürlich der Guide wagten sich auf den Downhill.

Ich schoss also die Teerstrasse mit all meinem Abfahrtkönnen hinunter. Immer den Blick voraus in die Kurven ob kein Auto entgegen kam. Irgendwo an einer kleinen Ausbuchtung entschloss ich mich auf die nachfolgenden einmal zu warten. So stand ich da, 1 Minute, 2 Minuten, 3 Minuten, ich habe irgendwann aufgehört zu zählen. Es dauerte einige Zeit bis die anderen nach und nach eintrudelten. Kaum alle da, zog es mich schon wieder Richtung Asphalt. Ich gab noch mal richtig Gas, bis ich unten die Bushaltestelle sah wo wir uns alle treffen wollten.

Nun warteten wir nur noch auf die Damen und Herren und Bezwinger des Killer Downhills. Aber irgendwie dauerte das verdächtig lange. Nach gut 20 der gar 25 Minuten kamen dann Henning und Toschi und vermeldeten erneut Sturznachrichten. Diesmal hatte es Jenny und erneut Malte getroffen. Nachdem wir Jenny mit ihrem blutenden Bein verarztet hatten und den dick-blauen Ellenbogen eingebunden haben fragten wir Malte was sei. Aber Malte legte sein Schmerzbefreites grinsen auf und schüttelte den Kopf, alles OK, nur eine kleine Schramme am Kopf. Die Maltescala wuchs also wieder an, aber das Ende noch nicht erreicht!. Denn irgendwie schwoll auch seine linke Hand verdächtig an.
Die Zeit drängte wieder, und wir hatten noch einiges an Kilometern vor uns. Durch das ULTENTAL im auf und ab arbeiteten wir uns nach ST. WALBURG vor. Unten an der Staumauer war erneut Sammelpunkt, da hier der Transfer wartete. Und da kam dann plötzlich ein kleiner auf dem Rennrad ankommender Italiener auf mich zu. Matthias, es war Matthias aus Bozen, der uns in ST. WALBURG besuchen wollte. Da wir aber so spät dran waren, war er eben gerade auch wieder auf dem Rückweg nach Bozen und sah uns zufällig. Noch völlig außer Atem konnte ich meine Freude kaum zeigen und fand auch kaum die richtigen Worte. Gerne hätte ich ein bisschen mehr Zeit gehabt, leider aber wollte der Bus los der uns hoch zum WIBERHIMMEL brachte.

Zur Begrüßung gab es erstmal einen Schnaps, direkt aus dem Weiberhimmel. Obwohl es schon knapp 19.00 Uhr war, entschloss ich mich heute die Sauna zu nutzen und gönnte mir mit Jenny und ein paar anderen ein kleines schnelles Gängchen. Denn wir wollten rechtzeitig zum Essen fertig sein.
20.00 ein lang gestreckter Tisch, schön gedeckt und ein Salat Buffet. Am ende der langen Tafel dann ein Berg Bikes. Noch nie habe ich mit meinem Bike an einem Tisch gesessen, ein merkwürdiges Gefühl so nah zu sein. Irgendwie ist man auch die letzten Tage verschmolzen mit seinem Gefährt. Es gab ein leckeres Menü das uns alle satt und glücklich machte. Der Kicker im Nebenzimmer lies danach die Männerherzen höher schlagen und hier wurde dann auch noch zu später Stunde der ein oder andere Schnaps genommen. Malte hingegen kümmerte sich lieber um eine Großpackung Eiswürfel zum Kühlen von Fuß und Hand, die inzwischen wirklich Dick angeschwollen war.
Nach und nach verabschiedeten sich einzelne um in den Schlaf zu finden. Denn für den nächsten Tag stand wieder eine große Aufgabe an.

Fortsetzung folgt.....
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